Kiefergelenkanalyse & Kiefergelenktherapie

 

Kiefergelenk Beschwerden entstehen zumeist durch Störungen der Funktion der Kaumuskulatur und der Kiefergelenke und sind zumeist schmerzhaft. Man fast sie in der Regel unter dem Oberbegriff craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) – auch temporomandibuläre Dysfunktion (TMD) – zusammen.

 

Ursachen: Nachdem Zahnärzte viele Jahre annahmen, dass kleine Fehlkontakte der Zähne die hauptsächliche Ursache der craniomandibulären Dysfunktion seien, weiß man heute, dass die Zähne nur eine geringe Rolle bei der Entstehung der Beschwerden spielen. Tatsächlich findet man bei CMD-Patienten meistens keine anderen Bissverhältnisse als bei Gesunden. Normalerweise ist keine spezifische Ursache für die Beschwerden zu finden, insbesondere keine besonderen Organschäden, die geheilt werden müssten. Die größten bekannten Risikofaktoren für das Auftreten von craniomandibulärer Dysfunktion sind weibliches Geschlecht, Alter zwischen 20 und 50 Jahren und zahlreiche psychische Belastungsfaktoren, schlichthin Stress.

Zum Glück sind CMD normalerweise gutartig und selbstbegrenzend, das heißt sie verschwinden in der Regel von allein und ohne Behandlung – genau wie die meisten Rückenschmerzen. Häufig ist es aber so, dass Betroffene immer wieder einmal schmerzhafte Episoden erleben. Ein Entstehen von dauerhaften Beschwerden, die sogenannte Chronifizierung, kommt aber eher selten vor und ist meistens mit psychischen Belastungsfaktoren verbunden.

 

Kiefergelenk-Therapie: Einer erfolgreichen Therapie muss immer eine möglichst genaue Analyse der Kiefergelenkfunktion vorrausgehen. Der wichtigste Teil unseres Behandlungskonzepts ist dabei Beratung, Aufklärung und Anleitung zur Selbsthilfe. In geeigneten Fällen können Aufbissschienen, die es in den verschiedensten Ausführungen und Materialien gibt, sowie manuelle Therapie bei speziell geschulten Physiotherapeuten und die Gabe von Medikamenten dazugehören. Ebenso kann eine psychologische Schmerztherapie sinnvoll sein, bei der der Umgang mit den Schmerzen gezielt verbessert wird und Entspannungsverfahren erlernt werden. In seltenen Fällen können auch Überweisungen an andere Spezialisten wie Hals-Nasen-Ohrenärzte, Orthopäden, Neurologen und Schlafmediziner erfolgen, da Probleme aus allen genannten Fachrichtungen an der Entstehung von Mund- und Gesichtsschmerzen beteiligt sein können.

Da Zahn- und Kieferfehlstellungen selten als Ursache auszumachen sind, empfehlen sich normalerweise nur in Ausnahmefällen eine kieferorthopädische Behandlung mit einer Zahnspange noch Eingriffe, wie die Neuanfertigung von Zahnersatz oder gar irgendwelche Operationen.

 

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